Tischlern am anderen Ende der Welt: Auslandspraktikum in Sydney!

Einmal bis ans Ende der Welt: Für Jakob Achterkamp geht es ins Auslandspraktikum nach Sydney!

Für Jakob Achterkamp, Auszubildender bei schrankwerk, geht es Ende des Monats gefühlt ans Ende der Welt – und zwar beruflich. Denn auf den angehenden Tischler wartet ein vierwöchiges Auslandspraktikum in Sydney.

Jakob Achterkamp, Tischler-Azubi im dritten Lehrjahr, hat nur noch wenige Tage Zeit, bevor ein großes Abenteuer Endes September auf ihn wartet. Denn der angehende Tischler nimmt an einem vierwöchigen Auslandspraktikum in Australien teil und arbeitet im Tischlereibetrieb Husk & Co in Sydney mit – eine Herausforderung der ganz besonderen Art für den jungen Lehrling.

Auslandspraktikum in Sydney: Maßgefertigte Möbel für exklusive Wohnhäuser

Jakob Achterkamps Praktikum führt ihn in die Region Northern Beaches, rund 20 Kilometer von Sydney entfernt und dort, wo traumhafte Sandstrände warten. Doch Jakob ist nicht zum Sonnenbaden, sondern zum Arbeiten hier und wird im Tischlereibetrieb Husk & Co von Inhaber Sebastian Kopiec lernen, wie sich der eigene Beruf in Australien anfühlt.

2016 hat Sebastian Kopiec seine noch junge Tischlerei Husk & Co in Sydney eröffnet. Hier fertigt der Deutsche in seiner modernen Werkstatt hochwertige Möbel für private Wohnhäuser in der Region. Zwei Mitarbeiter gehen ihm dabei zur Hand und stellen maßgefertigte Küchen, Schränke und Regale an. Wer Lust hat kann Sebastian Kopiec auf Instagram und Facebook folgen.

Sebastian Kopiec: Vorbild für junge Tischler

Sebastian Kopiec ist selbst in Deutschland aufgewachsen und das Tischlereihandwerk von der Pike auf gelernt. Nach seiner Gesellenprüfung arbeitete er für mehrere Monate in einem Unternehmen in Spanien, bevor es ihn nach Australien zog. Dort arbeitet und lebt er mit seiner Familie mittlerweile seit sechs Jahren. Sebastian Kopiec hat selbst erlebt, wie intensiv eine Auslandserfahrung sein kann und möchte diese Erfahrungen mit jungen Tischlern teilen. Jakob Achterkamp ist nicht der erste Auszubildende in seiner Werkstatt. Vor ihm durften schon drei andere Lehrlinge den Betrieb vor Ort kennenlernen.

Schritt für Schritt zum Auslandspraktikum

Klingt spannend, doch wie kommt man eigentlich zu einem solchen Auslandspraktikum und benötigt man dazu besondere Erfahrungen? Ja und nein: Das Auslandspraktikum wird gefördert aus dem Programm „Ausbildung weltweit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Zwei wichtige Voraussetzungen: Die Bewerber müssen wie Jakob Achterkamp volljährig sein und sich mindestens im zweiten Ausbildungsjahr befinden.

Bei einer Zusage erhalten die jungen Auszubildenden einen Fahrtkosten-Zuschuss, finanzielle Unterstützung rund um den Aufenthalt und einen vorbereitenden Sprachkurs. Denn die englische Sprache muss sitzen, wenn es nach Australien geht. Jakob Achterkamp ist da allerdings zuversichtlich: „Weil ich noch Nachhilfestunden in Englisch bekommen habe, bin ich bestens vorbereitet!“ Auch die Berufsschule fällt in der Zeit in Australien flach. Dafür muss Jakob wöchentliche Berichte schreiben. „Und natürlich darf das eine oder andere Foto für meinen eigenen Betrieb nicht fehlen“, schmunzelt Jakob Achterkamp, der uns auch einen Bericht mit Fotos für den Blog versprochen hat.

Die eigene Komfortzone verlassen und Neuland betreten

Der Anstoß für das Auslandspraktikum kam übrigens vom Tischlerei-Chef Stefan Dickmänken selbst: „Als Traditionsbetrieb wollen wir immer vorne dabei sein, wenn es um Innovationen und Pioniergeist geht – auch wenn das Mut bedeutet. Das zeigen die Maßnahmen, die wir in Richtung moderne Fertigungstechniken, Kundenservice oder Digitalisierung gemacht haben. Selbstverständlich also, dass wir auch unsere Auszubildenden unterstützen, ihr Wissen um internationales Know-how zu erweitern.“

Lust auf das Abenteuer Australien hat Jakob Achterkamp mehr als genug. „Ich freue mich auf die Chance, neue Arbeitsstrukturen in Australien kennenzulernen. Bei Husk & Co. bekomme ich die Möglichkeit, an allen Arbeitsschritten in einem Projekt beteiligt zu sein“, erzählt Jakob. Er ist jetzt schon gespannt darauf, wie sehr sich das Arbeitsklima von dem in Deutschland unterscheidet.

Die Koffer sind zwar noch nicht gepackt, aber Reisefieber verspürt Jakob Achterkamp schon jetzt. Und auch, wenn der lange Flug mit ein wenig Nervenkitzel verbunden ist: Jakob kann es kaum erwarten, das Auslandspraktikum in Angriff zu nehmen. Und wer weiß, vielleicht wartet am anderen Ende der Welt auch die eine oder andere Freundschaft.

Simone Orlik