Von Ahorn bis Wenge – Holztöne kombinieren

Von Ahorn bis Wenge – Holztöne kombinieren

Damit Sie nicht länger auf dem Holzweg sind, stellen wir Ihnen acht Regeln und inspirierende Gestaltungsideen vor, wie Sie verschiedene Holztöne am besten miteinander kombinieren. Denn Holz ist nicht gleich Holz! Ob Möbel, Fußboden oder Accessoires – alles was aus Holz oder Holzdekor besteht oder bestehen kann, ist Teil des Farbkonzepts einer Wohnung. Deshalb lohnt es sich, sich mit grundlegenden Ideen und Ansätzen vertraut zu machen.

8 Regeln für das stilsichere Kombinieren von Holztönen

Kennen Sie die Regeln, um sie bewusst zu brechen! Nur wer die Basics versteht, kann seine Wohnung stilsicher und individuell mit verschiedenen Farb- und Holztönen gestalten. Egal ob Massivholz oder Holzdekor – das sind die wichtigsten zu unterscheidenden Merkmale.

  • Farbe
  • Helligkeit
  • Maserung

1. Der persönliche Geschmack entscheidet

Ja, manchmal kann es so einfach sein. Ratgeber Nummer 1 ist der eigene, individuelle Geschmack. Schön ist, was gefällt, auch wenn Maserungen, Helligkeit oder Holztönung nicht so recht zueinander passen. Denn: Einrichtungen wachsen über die Jahre. Nur selten werden Schränke, Betten, Küche und Co mit einem Mal geplant und angeschafft. Wenn Sie unbedingt eine neue Kommode in dunklem Nussbaum möchten, müssen Sie den geliebten Kleiderschrank aus Eiche nicht entsorgen, selbst wenn beide Holztöne wenig miteinander harmonieren.

2. Nicht mehr als 3 verschiedene Holztöne

Die magische „3“ taucht in der Farbenlehre und im Einrichtungsdesign immer wieder auf. Zwei Gegenspieler und ein verbindendes Element wird benötigt, um ein harmonisches Ganzes zu formen. Achten Sie deshalb darauf, nie mehr als drei verschiedene Holztöne zu kombinieren. Dann entsteht ein stimmiges Bild, das weder konfus noch langweilig wirkt.

3. Helle Holztöne ohne Langeweile

Helle Holztöne wie Birke, Fichte oder Kiefer mit dezenter Maserung verleihen der Einrichtung einen freundlichen und wohnlichen Charakter. Sie lassen sich problemlos kombinieren. Ein gutes Beispiel dafür ist der nordische Scandi-Look. Was allerdings passieren kann, ist, dass es schnell langweilig, eintönig und konturlos wird. Setzen Sie deshalb mit kräftigen und dunklen Accessoires, Textilien und spannenden Solitärmöbeln strukturierende Kontraste, um aufkommende Langeweile zu vermeiden.

4. Das Beste aus zwei Welten : hell & dunkel

Eine weitere Option, um Holztöne miteinander zu kombinieren, bieten helle und dunkle Varianten: Kiefer + Nussbaum oder Sheesham + Pinie. Kreieren Sie z. B. ein spannendes Arrangement aus einem hellen Esszimmer-Sideboard und einem dunklen Esstisch. Wichtig: die restliche Einrichtung sollte in einem harmonisierenden, monochromen Farbton gehalten sein. Andernfalls entsteht Chaos und Unruhe.   

5. Keep it in the Farbfamilie

Holztöne können nicht nur nach Holzart, hell und dunkel oder anhand ihrer Maserung eingeordnet werden, sondern auch auf Grundlage des Farbstichs. So gibt es rote Hölzer wie Buche, Erle und Kirsche, oder gelbliche Hölzer wie Birke, Fichte oder Kiefer. Wer also verschiedene Holztöne verwenden möchte, kann sich innerhalb einer Farbfamilie bewegen und liegt damit goldrichtig.

6. Die „Pufferzone“

Wie bereits vorher beschrieben, wächst die Einrichtung über die Jahre. Manche Lieblingsmöbel passen einfach farblich, aufgrund ihres Alters oder des Materials nicht zueinander. In diesem Fall bedarf es eines „optischen Puffers“, der die sich beißenden Holztöne klar voneinander abtrennt. Die einfachste Lösung ist dabei der Teppich.

Befindet sich im Wohnzimmer ein gemütlicher Bodenbelag aus dunklen Eichenholzdielen, kann das Zimmer aus Möbeln mit Nussbaumdekor schnell erdrückend wirken. Oder der Couchtisch aus Kiefer steht gleich neben der Anrichte aus rötlicher Kernbuche. Grenzen Sie die dunkle Nussbaumkommode oder den Couchtisch mit einem stilvollen, gerne farblich und mit Mustern gestalteten Teppich ab. Dieser bietet dem Möbel eine neue Bühne, die klar von der restlichen Einrichtung abgegrenzt wird – ein Eyecatcher, der auch „stilfremde“ Möbel gut ins Wohnbild integriert.

7. Maserung? Ja, aber bloß nicht zu kräftig!

Maserungen setzen grafische Akzente. Zu den warmen und natürlichen Holztönen gesellen sich dunkle Linien und Formen, die einmalig sind und einen naturnahen und rustikalen Touch verleihen. Besonders kräftige Maserungen weisen u. a. Sheesham, Eiche oder Wenge auf. Daher gilt es, keine Holzdekore mit kräftigen Maserungen untereinander zu kombinieren. Wählen Sie stattdessen Hölzer, die weiche und sanfte Maserungen aufweisen. So vermeiden Sie es, dass die Einrichtung zu mächtig und überladen wirkt.

8. Rustikale Holzdekore & moderne Materialien kombinieren

Egal welcher Holzton es ist, er lässt sich immer mit kräftigen Farben und mit modernen Materialien wie Kunststoff, verchromten Metall, oder Stein kombinieren. Der alte rustikale Eichentisch passt exzellent zu ergonomischen Stühlen aus strahlend weißem Kunststoff mit Stuhlbeinen aus hellem Ahorn. Ein Vitrinenschrank mit Dekor aus Bardolino Eiche harmoniert toll mit Glastüren, Glasböden und LED-Beleuchtung.

Passt perfekt! So kombinieren Sie unsere Holzdekor-Klassiker

Weißes Uni-Dekor: passt zu Eiche, Ahorn, Pinie und Esche

Schwarzes Uni-Dekor: passt zu Eiche country und Wenge

Eiche natur: passt zu Weiß, Steingrau und Graphit

Ahorn natur: passt zu Steingrau, Weiß, Kaschmirgrau und Sandbeige

Buche natur: Signalrot, Steingrau, Trüffelbraun und Buche

Pinie weiß: Weiß, Graphit, Kaschmirgrau und Hellgrau

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Ihr schrankwerk Team

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©Michael – stock.adobe.com