Dekorativ und messerscharf: Lucas Messermanufaktur

Dekorativ und messerscharf: Lucas Messermanufaktur

Messermanufaktur Lucas. Sie lieben einzigartige Produkte so wie wir? Dann nehmen wir Sie in den kommenden Wochen mit auf eine ungewöhnliche Reise. In unserer Artikelreihe „Münsterländer Manufakturen“ stellen wir Ihnen außergewöhnliche Manufakturen mit viel Leidenschaft für traditionelles Handwerk vor. Heute beginnen wir mit einem kleinen Abstecher nach Beesten, wo der Messerschmied Peter Lucas einzigartige Küchen- und Jagdmesser aus Damaszener Stahl schmiedet.

Ob in der Küche, zum Schnitzen oder bei der Jagd: Ein gutes Messer braucht eigentlich jeder. Umso besser, wenn es uns ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Die Küchen- und Jagdmesser aus der Messermanufaktur Lucas schaffen das spielend leicht. Dekorative Maserungen auf der Klinge, kunstvoll gefertigte Griffe und messerscharfe Klingen sorgen für einzigartige Unikate – traditionelles Handwerk zum Verlieben schön!

Hineingeschaut: Die Messermanufaktur Lucas

Schon als kleiner Junge hat Peter Lucas vor allem eins im Kopf: Messer. Er will wissen, wie sie in der Hand liegen, liebt die kunstvoll gefertigten Griffe und glänzenden Klingen im Sonnenlicht. Kein Wunder also, dass Peter Lucas auch seinen beruflichen Weg im Schmieden sucht. Heute betreibt der Goldschmiedemeister und Messerschmied mit seiner Frau eine gemütliche, kleine Schmiede in Beesten. Der Fokus seiner Arbeit: einzigartige Küchen- und Jagdmesser aus Damaszener Stahl. Jede Klinge ist im traditionellen Kohlefeuer geschmiedet und mechanisch mit dem Hammer bearbeitet. Der Preis für ein individuell gefertigtes Messer aus Damast liegt in der Regel zwischen 70 und 1.500 Euro. Auf Kundenwunsch fertigt Peter Lucas Unikate oder vermittelt in Workshops die Kunst des Messerschmiedens. Preise für gefertigte Jagd- und Küchenmesser erhalten Kunden auf Anfrage unter https://lucas-schmiede.de/ .

Messermanufaktur und Handwerkstradition: Messerschmieden aus Damaszener Stahl

Ob Fleisch, Gemüse oder Obst: Damastmesser sind die Alleskönner unter den Küchenmessern. Sie sind robust, messerscharf und begleiten einen im besten Fall ein Leben. Ihre Geschichte ist uralt: Vor rund 2500 Jahren soll der erste Stahl geschmiedet worden sein und galt als echte Handarbeit. Bereits im antiken Rom galten diese Messer als Symbol des Wohlstands.

Auch heute unterscheidet sich die Herstellung kaum vom ursprünglichen Schmiedeprozess, wie von dem in der Messermanufaktur von Peter Lucas. Die Technik: Verschiedene Lagen werden mit unterschiedlichen Ausgangsmaterialien im Wechsel übereinandergeschichtet und fixiert. Daraufhin wird der Stahlblock in der Schmiedeglut erhitzt und im Kohlefeuer verschweißt, dann auf Länge geschmiedet und gesäubert. Daraufhin trennt Peter Lucas den Block in fünf Stücke, heftet ihn und schweißt ihn erneut.

Den Prozess, der mehrfach wiederholt wird, nennt man auch Falten. Ein wenig erinnert er an die Herstellung von Blätterteig. Dann ist das Ausschmieden, Schleifen und Härten der Klinge dran, bei der die Maserung zum Vorschein kommt. Das Schleifen und Ätzen bilden die letzten Schritte der Klingenfertigung. Als Faustregel gilt: Je mehr Lagen miteinander verschmolzen werden, umso hochwertiger gilt das Messer.

Peter Lucas: „Man muss ein Messer begreifen“

Mit seiner Schmiedewerkstatt hält Peter Lucas das traditionelle Handwerk am Leben. Wir haben mit ihm über Messer, die Klingenfertigung und die Suche nach dem passenden Küchenmesser gesprochen.

schrankwerk: Herr Lucas, Sie sagen „Man muss ein Messer begreifen.“ Was bedeutet das eigentlich?

Peter Lucas: Jedes Messer, das ich schmiede, ist ein Einzelstück. Damit meine ich nicht nur das Aussehen, sondern auch, wie es sich anfühlt, wie das Messer in der Hand liegt und wie es schneidet. Immerhin soll es uns in der Küche, beim Abendbrottisch oder anderen Tätigkeiten unterstützen. Ich selbst teste alle geschmiedeten Messer, bevor ich sie verkaufe. Ich nehme sie mit auf einen Waldspaziergang, schneide Grashalme, Rinden und Blätter. Daran merke ich, was das Messer so kann.“

Fertigung von Unikaten

schrankwerk: Ihre Messer haben zum Teil 300 Lagen Damaststahl und mehr. Das muss ungemein viel Zeit in Anspruch nehmen….

Peter Lucas:  Drei Tage benötige ich etwa für die Anfertigung. Am ersten Tag fertige ich den Damastblock, an Tag 2 schmiede ich die Klinge, am dritten Tag wird gehärtet. Danach muss noch der Holzgriff angefertigt werden. Ich arbeite vor allem mit europäischen Hölzern wie Eiche, türkisches Walnussholz oder Robinie. Einige Küchenmesser sind mit fast schwarzem, afrikanischen Grenadillholz ausgestattet. Auch besondere Wünsche sind möglich, zum Beispiel ein Griff aus einem Stück Holz, das aus dem eigenen Garten kommt.

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schrankwerk: Es gibt ein ganz besonderes Küchenmesser in Ihrem Shop….

Peter Lucas: Laut einer alten Überlieferung wurden Damastmesser früher bei Vollmond geschmiedet. Dann soll die Glut besonders heiß sein und das Messer noch härter machen. 2016 habe ich ein solches Küchenmesser gefertigt. Es besteht aus 140 Lagen Damast und einem Griff aus Mooreiche und Geweih. Statt die Klinge an drei Tagen hintereinander zu fertigen, habe ich die drei Arbeitsschritte jeweils beim Vollmond erledigt. Ein ganz besonderes Messer…

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Zur Auswahl…

schrankwerk: Wie können Menschen bei Ihnen ein Messer kaufen?

Peter Lucas: Am besten nimmt man mit mir einfach Kontakt auf. Wir besprechen, welche Art von Damastmesser der Kunde sucht, ob ich vielleicht eins im Portfolio habe, das passen könnte, ob man sich eine Sonderanfertigung wünscht oder man vielleicht selbst seine Klinge schmieden möchte – all das ist möglich.

Damit der Kunde ein Messer begreifen kann, schicke ich eine kleine Auswahl per Post zu ihm nach Hause. Dort soll er einfach mal mit dem Messer arbeiten, Dinge schneiden, schauen, wie es in der Hand liegt, ob Gewicht und Griff zu seinem Körper passen. Manche mögen leichte Messer, andere lassen das Gewicht des Messers lieber mitarbeiten.

schrankwerk: Herr Lucas, wir danken Ihnen für das Gespräch!

Ihr schrankwerk-Team

Zum Weiterlesen: Sie möchten sich einen genauen Einblick verschaffen, wie ein Messer geschmiedet wird? Dann empfehlen wir Ihnen die dazu passende Instagram-Story von Peter Lucas.

Münsterländer Manufakturen präsentiert von schrankwerk

Sie lieben einzigartige Produkte so wie wir? In unserer Blogreihe „Münsterländer Manufakturen“ stellen wir Ihnen außergewöhnliche Manufakturen mit viel Leidenschaft für traditionelles Handwerk vor.

Mit dieser Kampagne suchen wir den Schulterschluss mit anderen Unternehmen der Region, die – wie wir – ihr Handwerk verstehen. Wir stärken damit auch den Wunsch vieler Menschen nach individuellen und hochwertigen Produkten zum Genießen und solche, die den Alltag begleiten.

Im Münsterland gibt es zahlreiche Manufakturen zu entdecken, die mit Leidenschaft für ihr Handwerk einzigartige Produkte fertigen.

schrankwerk.de ist einer der führenden Onlineanbieter für Möbel nach Maß der Tischlerei Dickmänken GmbH aus Rheine im Münsterland. 1927 wurde der Familienbetrieb gegründet. Mit neunzigjähriger Erfahrung fertigt das Unternehmen Möbel nach Maß. Das Know-how und die Liebe zum Detail werden von Generation zu Generation weitergegeben und von Mitarbeitern wie Auszubildenden gelebt.

Mit der Idee, Möbel online zu konfigurieren, bringen wir die traditionelle Schreinerkunst seit 2008 ins Internet. Der Kern des Unternehmens: Die Kombination aus modernem Online Shop mit innovativem 3D Möbelkonfigurator und der fachlich exzellenten Beratung durch geschulte Tischler. Die Zufriedenheit der Kunden und die seit mehr als 10 Jahren durchgängig positiven Bewertungen sprechen für sich. Das schrankwerk sein Handwerk versteht, zeigen auch Auszeichnungen wie der „Innovationspreis Münsterland“ und der Digital Champions Award für „Digitale Transformation Mittelstand 2018.