Sieben Ideen für ein nachhaltigeres Weihnachten

Sieben Ideen für ein nachhaltigeres Weihnachten

Nachhaltige Weihnachten? Auch wenn sich das viele wünschen: Geschenkpapier-Berge, nadelnde Weihnachtsbäume oder Plastik-Weihnachtsdeko sprechen leider eine andere Sprache. Wir meinen: Es geht auch anders und haben sieben umweltfreundliche Ideen für das Fest der Feste mitgebracht.

7 Ideen für nachhaltige Weihnachten



1. Umweltfreundliche Adventskalender

Die Konsumschlacht beginnt in aller Regel bereits beim Adventskalender, der häufig in aufwendigen Verpackungen hergestellt wird. Aber es gibt Alternativen, die sich immer mehr durchsetzen. Selbst gebastelte Adventskalender aus Stoffsäckchen, in Jutebeuteln oder in Form kleiner Gutescheine gehören dazu – und vermeiden Müll, so gut es geht.

Umweltfreundlich sind auch die sogenannten digitalen Adventskalender, zum Beispiel der personalisierbare Online-Adventskalender von Myadvent. Hier füllt man den Kalender online mit Fotos, Botschaften und Gutscheinen und schickt ihn per Tablet, Smartphone oder Notebook an die Liebsten. Tipp: Besinnliche Online-Adventskalender gibt es häufig auch von lokalen Kirchengemeinden oder Vereinen. Am besten sich vor Ort umhören.

Einen umweltfreundlichen Adventskalender finden Sie dieses Jahr übrigens beim deutschen Gütesiegel Blauer Engel: Auf der Webseite gibt es 24 Türchen, hinter denen sich umweltfreundliche Gewinne verbergen. Jeden Tag wird ein Türchen geöffnet und die Produkte unter allen Teilnehmenden verlost.        


2. Nachhaltiges Geschenkpapier

Für viele Menschen gibt es kaum etwas Schöneres, als zur Weihnachtszeit Familie und Freunde zu beschenken – am liebsten in liebevoll verpackten Paketen. Doch längst gibt es umweltfreundlichere Varianten als Geschenkpapier oder Kartonagen, die am Ende der Weihnachtstage auf dem Müll landen. Tipp von der Umweltorganisation WWF: Bei Geschenkpapier und Weihnachtskarten auf Produkte mit dem Gütesiegel des Forest Stewardship Council (FSC) zurückgreifen oder Recyclingpapier mit dem Blauen-Engel-Siegel verwenden. Und wer mag, faltet das Papier nach dem Auspacken zusammen und nutzt es im nächsten Jahr wieder.

Eine Alternative, um Präsente liebevoll einzupacken, sind Tageszeitungen, Magazine, aussortierte Bücher oder Kalenderbögen. Und auch Stoffreste, zum Beispiel aus alten Tischdecken, Oberhemden und ausgedienten T-Shirts kommen infrage. Verzierungen gibt es mithilfe von Stoffbändern, Wolle, Zimtstangen und getrockneten Orangen. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.


3. Tannenbäume lokal kaufen oder mieten

Laut Umweltorganisation Robin Wood stellen rund 90 Prozent aller Familien mit Kindern im Haushalt einen Weihnachtsbaum auf. Die meisten der rund 28 Millionen in Deutschland verkauften Christbäume stammen allerdings laut Organisation aus Plantagen, die gedüngt und mit Pestiziden bespritzt werden – eine enorme Belastung für Böden, Gewässer und Tiere, insbesondere Insekten. Aber es geht auch anders. Robin Wood selbst veröffentlicht in jedem Jahr eine Liste, wo sich Öko-Weihnachtsbäume kaufen mit glaubwürdigen Siegeln lassen – gute Einkaufstipps inklusive.

Eine Alternative sind gemietete Tannenbäume, die im Topf gezogen wurden und nach dem Fest wieder abgeholt werden. Dazu am besten in regional ansässigen Baumschulen nachfragen oder den Baum über eine Plattform wie die Weihnachtsbaumfreunde oder Weihnachtsurwald bestellen. Hier wird sogar der An- und Abtransport als Sammelaktion organisiert.

4. Weihnachtsbäume aus Holz, Pappe und Co

Einen anderen Weg geht man mit Weihnachtsbäumen, die aus nachhaltigen Materialien bestehen und wiederverwendet werden können. Zum Beispiel der Zero Waste Tannenbaum des Herstellers Room in a Box. Er besteht zu mindestens 70 Prozent aus recyceltem Papier und ist schnell auf- und wieder abgebaut. Wie jeder andere Weihnachtsbaum lässt er sich mit Kugeln, Lichterketten und anderem Baumschmuck schmücken – oder sogar anmalen. Vorteil: Er nadelt nicht!

Aus unbehandeltem, FSC geprüftem Holz besteht der Franky Tree. Die Holzweihnachtsbäume sind aus Kiefer oder Fichte und in drei unterschiedlichen Größen zu kaufen. Jeder Baum wird von Hand gefertigt und ist ein echtes Unikat.

Übrigens: Selbstverständlich darf auch die Weihnachtsbaumdekoration nachhaltig sein: Strohsterne, Stoffbänder, gestrickte Figuren, Tannenzapfen oder Gebasteltes aus Wachs oder Salzteig können den Baum festlich schmücken. In der Manufaktur Design im Dorf im Südschwarzwald oder Manufactum gibt es zum Beispiel wunderschönen, nachhaltigen Baumschmuck.

5. Nachhaltige Weihnachtsdekoration aus Naturmaterialien

Wir berichten bereits seit vielen Monaten darüber, wie sehr wir uns im Wohnraum eine natürliche Gestaltung wünschen. Zur Weihnachtszeit lässt sich das besonders gut umsetzen, ziehen doch seit jeher in diesen Monaten Tannenzweige, Stechpalmen, Moos, Tannenzapfen und mehr Materialien aus Wäldern und Wiesen bei uns ein. Das Basteln der Advents- und Weihnachtsdekoration ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern entspannt und erdet uns. Auf Pinterest finden Sie zahlreiche Ideen, wie sich mit Naturmaterialien die schönsten Dinge zaubern lassen.

Beliebt und umweltfreundlich ist auch Weihnachtsdekoration, die über Generationen hinweg weitergegeben wird und als Erbstücke viele Jahrzehnte überdauert. Ob wertvolle Andenken aus Holz, Keramik oder Glas gefertigt: Häufig zeigt sich nach einigen Jahren eine gewissen Patina. Sie gehört allerdings zur Dekoration dazu. 

6. Stimmungsvolles Licht mit nachhaltigem Kerzenschein

Ein Fest ohne Kerzen können Sie sich kaum vorstellen? Das müssen Sie auch nicht, sofern Sie auch hier auf Nachhaltigkeit beim Kerzenkauf achten. Nach wie vor werden zahlreiche Kerzen aus Erdöl (Paraffin) oder Palmöl (Stearin) gefertigt. Das mag günstig sein, umweltschonend ist es aber keineswegs. Tatsächlich gibt es im Handel aber zahlreiche Alternativen: zum Beispiel Kerzen aus Raps-, Soja- oder Bienenwachs. Selbst Teelichter gibt es mittlerweile in nachhaltiger Fertigung: Sie bestehen aus Biomasse und ihre Einfassungen sind aus wiederverwendbarem Glas oder Edelstahl gefertigt.

Sofern Kerzenreste übrigbleiben: bitte nicht wegwerfen, sondern die Reste sammeln und in dafür geeigneten Feuerstellen weiterverwerten.


7. Lebensmittel sorgfältig planen

Spätestens rund um die Weihnachtstage passiert es schneller als man denkt, dass man zu viel Lebensmittel eingekauft hat – und die Gefahr lauert, dass diese weggeworfen werden. Eine kluge Planung des Weihnachtsessens und der dazugehörigen Mengen ist das A und O, um Ressourcen zu schonen. Wer auch zur Weihnachtszeit regional einkauft, leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, indem man auf lange Transportwege der Lebensmittel verzichtet. Essenreste der Feiertage lassen sich mithilfe zahlreicher Koch-Apps im Internet in neue Gerichte verwandeln. Und falls doch einmal Lebensmittel übrigbleiben: Die App „Zu gut für die Tonne“ aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium bündelt zahlreiche Rezepte, die sich mit vorab definierten Gerichten kochen und backen lassen.

Sie sehen: Advent und Weihnachten lassen sich nachhaltiger gestalten als man zunächst denken mag. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Planen der Weihnachtstage.

Ihr Team von schrankwerk


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