Trockenblumen im Trend

Trockenblumen im Trend

Sie lieben Trockenblumen? Damit sind Sie nicht allein! Hortensien, Ähren und Pampasgras sind in immer mehr Wohnräumen zu finden und verzaubern mit ihrem ländlichen Charme. Wir sagen, was es mit dem Trend auf sich hat.

Schon in den 80er Jahren zierten Trockenblumen Kommoden, Fensterbänke oder den Kaminsims. Wer gerne bastelte, liebte DIYs mit getrockneten Blumen. Irgendwann gerieten sie allerdings aus der Mode und galten höchsten als öde Staubfänger. Doch damit ist nun Schluss. Ob Pampasgras, Hortensien, Ähren oder Eukalyptus: Immer mehr getrocknete Blumen erleben ihr Comeback in vielfältigen Formen und Farben. Für alle, die keinen grünen Daumen besitzen, sind sie besonders praktisch. Und weil sie lange haltbar sind, schonen sie auch noch den Geldbeutel.

Blumenkranz getrocknet
Trockenblumen auf dem Tisch dekorieren

Für Sie entdeckt – der Trend der Trockenblumen

Wer sich mit Einrichtungstrends beschäftigt, kommt derzeit an Trockenblumen nicht vorbei. Man sieht sie in Online-Interiorshops, findet sie auf regionalen Frühjahrs- und Herbstmessen oder in Möbelhäusern oder Boutiquen.

Kann ich Trockenblumen selbst machen?

Blumen lassen sich gut in Eigenregie trocken. Prinzipiell lässt sich sagen: Trocknen lassen sich alle Blumen. Es eignen sich besonders Blumenarten, die wenig Feuchtigkeit enthalten. Außerdem sollten die Blumen möglichst feste Blumenköpfe und stabile Blüten haben. Daher ergibt sich auch eine unterschiedliche Trockenzeit.

  • Kleine und dünne Blumen trocknen natürlich schneller als solche mit dicken Knospen.
  • Je weniger saftreich Pflanzenteile sind, desto besser sind diese zum Trocknen.
  • Am besten bindet man die geernteten Blumen mit einer Schnur zusammen und lässt sie kopfüber an einem dunklen Ort trocknen. Blütenköpfe und Stängel behalten so am besten ihre Figur.
Gräser als Trockenpflanze
Trockenblumen auf dem Sideboard
  • Wer einen klassischen Blumenstrauß aus der Floristik geschenkt bekommen hat, kann ihn ebenfalls so trocknen lassen. Allerdings sollten die Blumen noch nicht gewelkt sein.
  • Auch die klassische Buchpresse leistet nach wie vor gute Dienste: Blumen einfach mit Lösch- oder Pergamentpapier zwischen die Buchseiten oder die Presse legen und einige Wochen trocknen lassen. Daraus lassen sich schöne Wandbilder oder Collagen zaubern.

Welche Arten gibt es eigentlich?

Bewährt haben sich bestimmte Blumenarten für Trockenblumen.

Gräser als Trockenblumen

  • Der Klassiker ist Pampasgras, das mit seinem fluffigen Aussehen ein stimmungsvolles Ambiente zaubert. Ob Natur oder eingefärbt: Pampasgras ist in vielen Varianten erhältlich. Daher eignet sich Pampasgras zum Basteln, aber auch um diesen alleine in der Vase zu dekorieren. Wer keine Pampaspflanze im Garten hat, findet es beim Blumenhändler oder bei Deko-Geschäften (hier meist schon getrocknet). Pampasgras nach dem Kaufen aufschütteln und eine Weile auf eine sonnige Fensterbank stellen.
    Unser Tipp: Damit das Pampasgras schön glänzt und fluffig ist, vorsichtig mit einem Föhn von unten nach in Wuchsrichtung föhnen.
Pampasgras Fensterbank
Pampasgras als Deko auf Kommode
  • Getrockneten Lagurus kennt man auch als Samtgras. Er zeigt flauschige Blüten und passt gut zum skandinavischen Stil. Auch ihn gibt es in Natur oder in verschiedenen Farben.
  • Auch mit Hilfe von Gerste lassen sich schöne Sträuße kreieren. Besonders die langen Spitzen, die bei der Gerste hervorragen, schaffen ein herbstliches Ambiente.

Eukalyptus

  • Getrockneter Eukalyptus passt mit seinem sanften Grünton wunderbar zu natürlich gestalteten Wohnräumen und Möbeln in Holzoptik. Er macht sowohl im Gebinde als auch einzeln in der Vase eine schöne Figur.
Trockenblumen Eukalyptus

Sommerblüher

  • Schleierkraut: Kaum eine andere Pflanze sieht nach dem Trocknen noch so natürlich aus. Die beste Zeit, um Schleierkraut zum Trocknen zu schneiden, ist um die Mittagszeit herum. Die Blüte sollte geöffnet sein und vom Tau getrocknet. Schleierkraut ist eine wunderbare Pflanze für Trockensträuße, z.B. mit getrockneten Hortensien oder Rosen wirkt es sehr dekorativ.
  • Lavendel hat eine intensive lila Tönung. Toll wirkt er als Gebinde in einer großen Vase oder sorgt im Schlaf- oder Ankleidezimmer für einen zauberhaften Duft.
  • Die Strohblume eignet sich hervorragend für Sträuße und Kränze, da die kräftigte Blütenfarbe auch getrocknet erhalten bleibt.  Von August bis Oktober blüht sie in Weiß, Orange, Gelb, Rosa und Braunrot.
    Zum Ausprobieren: Die Blüten von Strohblumen haben einen Schließmechanismus, welcher die Blüte im feuchten Zustand, z.B. durch das Ansprühen mit einer Sprühflasche- schließen lässt und nach dem trocknen wieder öffnen lässt. Natur begeistert einfach! 😊
Strohblumen lassen sich gut trocknen
  • Da Trommelstock einen sehr festen und stabartigen Stengel mit einer festen Fruchtkapsel hat, hat sich diese Pflanze als Blickfang für Trockensträuße ebenfalls bewährt. Denn die runden, gelben Blüten bleiben auch nach der Trocknung gut erhalten.
  • Rosen verlieren beim Trocknungsprozess subtil an Farbe. Aber Rosenarten sehen besonders dekorativ aus und sind daher auch als Trockenblume beliebt.
    Unser Tipp: trocknet man Rosenblüten in einem Behälter mit Trockensalz bleibt ihre Farbe gut erhalten. Noch besser funktioniert es mit einer Glycerin-Wasser-Mischung.
Rosen als Trockenblumen
Getrocknete Rosen schön dekoriert
  • Auch Hortensien erfreuen sich großer Beliebtheit. Schön ist eine einzelne frische Hortensie in der Vase. Beim Trocknungsprozess behält sie ihre Blattstruktur und versprüht ländlichen Charme. Beim Trocknungsprozess solltet Ihr darauf achten, dass die Blüten bereits den Höhepunkt ihrer Blütezeit erreicht haben sollten. So haben die Blüten eine besonders kräftige Färbung. Am besten klappt es außerdem, wenn die Blumen an einem trockenen Tag abgeschnitten wird, wenn der Tau bereits verdunstet ist.
  • Gerbera wird besonders gerne in Sträußen verwendet, getrocknet verliert diese aber deutlich an Farbe. Bis eine Gerbera durchgetrocknet ist, dauert es seine Zeit. Wenn Du jedoch nicht auf die Gerbera verzichten möchtest, kannst du diese mit farbigem Wachs überziehen.

Weitere Trockenblumen

  • Andere Sorten, die Sie im Handel entdecken können, sind zum Beispiel Baumwolle, Ziergras und Schilf. Auch Weizenähren oder Kamille haben eine schöne Optik.

Wie dekoriere ich mit Trockenblumen?

Ob geflochtene Kränze, einzelne Trockenblumen in einer Vase, üppige Arrangements auf dem Tablett oder in einer Glasglocke oder Wanddekorationen im Bilderrahmen: Dem Dekorieren mit Trockenblumen sind keine Grenzen gesetzt und immer mehr Blogger zeigen auf Portalen wie Instagram oder Pinterest ihre schönsten DIYs zum Nachmachen.

Blumenkranz DIY

DIY – Trockenblumenstrauß

Wenn Ihr noch keine Idee hast, wie Ihr die Blumen zusammenbinden könnt, haben wir hier eine Schritt-für-Schritt Anleitung:

  1. Entscheidet Euch für ein Farbschema, indem du eine Farbe bzw. Farbfamilie als Hauptfarbe aussuchst. Neben der Hauptfarbe können verschiedene Dezente Farbe den Strauß untermalen.
  2. Wählt Blumen und Pflanzen für die Basis aus, beliebt dafür sind Gräser wie Pampasgras, Samtgras oder Gerste.
  3. Der zentraler Hingucker im Strauß: passend zum Farbschema sollten die zentralen Blüten ausgewählt werden. Diese können etwas größer und auch prächtiger sein, umso im Strauß hervorzustechen. Besonders beliebt sind Rosen, Gerbera oder Strohblumen.
  4. Auch die Begleit-Blumen dürfen nicht fehlen. Kleine neutrale Blumen und Pflanzen runden den Strauß ab und sollten ebenso zum Farbschema passen. Dazu eignet sich zum Beispiel Schleierkraut oder Eukalyptus.
Trockenblumenstrauß selber basteln

DIY-Trockenblumenkranz:

Ein mit Trockenblumen verzierter Kranz kannst du auch leicht selbst machen.
Dazu brauchst du:

  • ein Kranz aus Holz oder Metall
  • Trockenblumen deiner Wahl (s. Tipps oben)
  • Draht
  • Schnur/ Band zum Aufhängen
  1. Zuerst solltet Ihr die Trockenblumen kürzen und so zuschneiden, dass diese etwa die gleiche Länge haben.
  2. Es ist einfacher, wenn man aus den einzelnen Blumen kleine Mini-Sträuße bastelst und diese mit einem Draht zusammenbindet. Lasst an beiden Enden jeweils etwas Draht stehen.
  3. Jetzt geht’s an den Kranz. Fangt mit einer Seite an und legt die Mini-Sträuße auf den Kranz.  Mit dem überstehenden Draht könnt Ihr die Sträuße am Metall bzw Holzkranz befestigen. Damit man die Stiehle und den Draht nicht sieht, legt Ihr den nächsten Mini-Strauß einfach darüber. Die Mini-Sträuße überlappen sich also ein bisschen. Das könnt Ihr so lange machen, bis der gewünschte Bereich des Kranzes mit Blumen verziert ist.
  4. Falls man doch Draht sehen sollte, könnt Ihr an den Stellen zum Beispiel etwas Schmuckband verwenden. Mit etwas Übung klappt es aber auch ohne. Alternativ könnt Ihr die letzten Mini-Sträuße auch mit der Heißklebepistole anbringen.
Trockenblumen Dekokranz
Blumenkranz mit Eukalyptus

Wie pflege ich meine Trockenblumen?

  • Am besten entfalten sich Trockenblumen in einer großen Vase, in der sie leicht auseinanderfallen und nicht zu eng stehen.
  • Damit man sich den Charme von Trockenblumen erhält, sollte man die Gebinde von Zeit zu Zeit vorsichtig im Freien abstauben.
  • Fixiert man sie hin und wieder mit Haarspray, behalten sie ihre Farbe länger.
  • Der Kontakt mit Wasser ist tabu. Auch im Freien vergehen die Trockenblumen durch die Feuchtigkeit schnell. Die Trockenblumen mögen keine direkte Sonneneinstrahlung oder eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Durch die direkte Sonneneinstrahlung verringert sich die Haltbarkeit, da das getrocknete Pflanzengewebe sich nicht mehr vor dieser schützen kann. Wie es der Name sagt, mögen die Pflanzen es trocken. Daher ist es keine gute Idee, diese draußen oder im Bad zu platzieren, da sich ansonsten die kleinen Wasser Tröpfchen sich auf der Trockenblume absetzen.

In Ihrem Garten warten noch einige Sommerblumen darauf, getrocknet zu werden, und in Ihren Wohnraum ein stimmungsvolles Ambiente zu zaubern? Dann wünschen wir Ihnen viel Freude beim nächsten Bastelprojekt mit Trockenblumen.

Ihr Team von schrankwerk

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